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MECHANISCHE VERFAHRENSTECHNIK – Anwendungen – Kunststoffe – PE, PP, Polyamid

 
Aufbereitung von Copolymeren (Thermoplaste)

Foto Pulver-Granulat Unter thermoplastischen Kunststoffen versteht man Kunststoffe, die bei Temperaturerhöhung und Überschreiten des Erweichungspunktes schmelzen, sich warm verformen lassen und nach Abkühlung wieder erstarren.

Zu diesen Produkten zählen z.B. Polypropylen, Polyethylen, Polyester, Polyamid, Duroplast-Beschichtungspulver, Cellulose- Ester etc.

Nachstehend und stellvertretend für o.g. Thermoplaste ist eine projektierte und gelieferte Aufbereitungsanlage für Polyethylen dargestellt. Aufgrund der geringen Temperaturfestigkeit der Thermoplaste ist eine Versprödung des Produkts mit Stickstoff (LN2) erforderlich.



 Die Auslegung basiert auf folgender Aufgabenstellung:

Aufbereitungsanlage für Polyethylen Aufgabematerial: Polyethylen
Aufgabekörnung: < 6 mm
Geforderte Endproduktfeinheit:
99% < 150 µm
Endproduktleistung: ca.120 kg/h


Legende

1 = Aufgabebehälter
2 = Dosierschnecke
3 = Metallabscheider
4 = Zellenschleuse
5 = Wirbelschneckenkühler
6 = Contraplex-Stiftmühle CW
7 = Taumelsiebmaschine
8 = autom. Rückblasfilter
9 = Gebläse
10 = autom. Rückblasfilter
11 = LN2-Verteiler und Regelstation
12 = Schaltschrank

A = Aufgabeprodukt
B = Endprodukt


Das Kunststoffgranulat wird aus dem Silo dosiert und unter Beigabe des Siebmaschinengrobgutes dem Wirbelschneckenkühler zur Versprödung zugeführt. Vom Schneckenkühler gelangt das Granulat zur Vermahlung auf die Contraplex-Stiftmühle CW und wird dort auf ca. 99% < 500 µm (mit Anteil von ca. 70% < 150 µm) zerkleinert. Über ein Bunkeraufsatzfilter erfolgt die Produktabscheidung auf die nachgeschaltete Siebmaschine. Das 150 µm Endprodukt wird dort abgesiebt und wiederum über ein autom. Filter als Endprodukt abgeschieden. Eine Cryogenautomatik steuert die LN
2-Zufuhr der Gesamtanlage. Zur Minimierung des Stickstoffverbrauchs ist die Anlage isoliert.


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