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MECHANISCHE VERFAHRENSTECHNIK – Anwendungen – Farben & Lacke – Toner
 
Hosokawa Alpine liefert seit mehr als 20 Jahren Toneranlagen in den unterschiedlichsten Ausführungen an alle weltweit namhaften Tonerhersteller. Unsere Engineeringkapazitäten reichen bis hin zur Turnkey-Lieferung einer kompletten Toneranlage.

Beim Off-Line Betrieb, den viele unserer Kunden bevorzugen, wird das Material nach jedem Verfahrensschritt in Container abgefüllt, welche dann als Aufgabebehälter für die nächste Verfahrensstufe dienen. Es können bestimmte Anlagenteile gereinigt oder gewartet werden, während auf anderen Teilen produziert wird. Jede Verfahrensstufe kann für sich gezielt optimiert werden.

Verfahrensstufen:
Zusammenstellen, Verwiegen, Vormischen:
Die Einzelkomponenten werden zusammengestellt, verwogen, und in einen schnelllaufenden Vormischer eingefüllt und gemischt.

Extrudieren, Vorbrechen, Kühlen:
Die vorgemischten Rohmaterialien werden in einen Extruder dosiert. Die pasteuse Tonermasse gelangt nach dem Extruder auf ein Kühlaggregat mit nachgeschaltetem Nibbler.

Vormahlen der Chips:
Je nach Mahlbarkeit und Verschleissverhaltens des Materials stehen folgende Hosokawa Alpine Mühlen zur Verfügung:

Rotoplex Schneidmühle
Feinprallmühle UPZ
Siebmühle

Die UPZ Feinprallmühle hat den Vorteil, daß diese eine hohe Standzeit in Puncto Verschleiß aufweist und dieser Verfahrensabschnitt druckstoßfest gestaltet werden kann. Das auf Granulatgröße vorgemahlene Material wird an einem Zyklon oder Filter abgeschieden und in einen Container abgefüllt.

Feinmahlen:
Ein Rütteltisch entleert das Granulat der Vormahlung aus dem Container. Der Toner wird über eine Taktschleuse in die Gegenstrahlmühle dosiert. Je nach Mahlbarkeit der unterschiedlichen Tonersorten kommen Laval- oder besonders effizient gestaltete Megajetdüsen zum Einsatz. Der Füllstand des Materials in der Mühle wird über Wägezellen kontrolliert. Bei Abweichungen wird das Dosieraggregat entsprechend nachgeregelt. Das gemahlene Material wird zu einem Zyklon weitergefördert und entweder in einen Container ausgetragen oder auf Wunsch direkt in den nachfolgenden Sichter dosiert.

Foto TFG 800
TFG 800

Schema FTG 800

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Sichten:
Der Sichter kann wahlweise separat aus einem Container oder aus dem Zyklon der Feinmahlstufe dosiert werden. Zum Einsatz kommen je nach Aufgabenstellung einer der beiden speziell für Toner entwickelten Tonersichter TSP oder TTSP. Als Luftabschluß für den Grobgutaustrag dient eine speziell gestaltete Taktschleuse. Das Feingut wird entweder an einem Zyklon oder einem Filter abgeschieden. Der Vorteil der Off-Line Fahrweise ist, daß der Sichter unabhängig von der Mühle betrieben und optimiert werden kann.

Foto TTSP 200
TTSP 200
Schema TTSP
TTSP Schema
Foto TTSP 315 offen
TTSP 315 offen


Additivmischung:
Um das Fließverhalten zu verbessern und die Oberflächeneigenschaften zu beeinflussen wird der Toner mit verschiedenen Additiven beschichtet. Der Container mit dem Grobgut des Sichters dient als Aufgabebehälter. Sowohl der Toner als auch die Additive werden gravimetrisch in einen schnelllaufenden Fluidmischer dosiert. Im Anschluß an die Mischung wird das geblendete Material wieder in einen Container abgefüllt oder direkt über einen Zwischenbehälter der Siebmaschine zugeführt.

Schutzsiebung:
Hier werden eventuell vorhandene Flakes abgetrennt. In den meisten Fällen wird ein Taumelsieb mit einer Maschenweite von 125 µm verwendet. Das Grobgut ist Abfall, das Feingut ist der fertige Toner und wird in Container oder Fässer, die auf Bodenwaagen stehen, staubdicht abgefüllt.

Verpacken:
Der fertig aufbereitete Toner wird anschließend in unterschiedliche Gebinde abgefüllt oder gleich als Bulkware verkauft.

Hallenentstaubung:
Auch hier hat die Hosokawa Alpine einschlägige Erfahrung für unterschiedlichste Konzepte.

Explosionsschutz:
Toner ist ein Material, welches zu Staubexplosionen neigt. Demzufolge sind an der Anlage entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Folgende Konzepte stehen zur Auswahl:

Druckentlastung
Explosionsunterdrückung
druckstoßfeste Bauweise

Werden alle relevanten Teile der Anlage druckstoßfest gebaut, sind bei der Aufstellung kaum Beschränkungen zu beachten und die Wartungskosten können minimiert werden. Alle Schieber und Schleusen sind druckstoßfest bis 10 bar (Ü) und flammendurchschlagsicher gebaut, so daß der maximal auftretende Explosionsdruck in der Anlage sicher gehalten werden kann. Im Ernstfall können sich bei dieser Ausführung die Anlagenteile zwar deformieren, bersten jedoch nicht. Das bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit für den Anlagenbetreiber.

Prozess-Steuerung:
Heute werden überwiegend Schaltanlagen mit Visualisisierungsmögichkeit eingesetzt. Auf PLCs werden einzelne Prozess-Schritte, Fließbilder und Istzustände anschaulich dargestellt; Betriebszustände können permanent abgerufen werden. Alle Fehlermeldungen werden registriert und können jederzeit ausgedruckt werden.

Schema Fliessbild

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