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MECHANISCHE VERFAHRENSTECHNIK - Anwendungen - Mineralien - Kaolin

 

Aufbereitung von Kaolin


Kaolin ist ein Kaliumsilikat mit dem Hauptbestandteil Kaolinit. Die Entstehung wird auf vor ca. 70 Millionen Jahren datiert. Es ist hauptsächlich das Endprodukt der Verwitterung von Granit und Feldspat.

Bei der technischen Anwendung unterscheidet man je nach Verwendungszweck zwischen Rohkaolin und kalziniertem Kaolin.

Rohkaolin wird, z.B. als Füllstoff in der Papierindustrie oder zur Herstellung von Gebrauchs- und techn. Keramiken verwendet. Vor der Verarbeitung wird das Produkt von Verunreinigungen wie Quarz und unzersetzten Feldspaten durch Schlämmung in Rührwerken, Hydrozyklonen befreit. Zur Anwendung kommt der Rohkaolin hauptsächlich in Form von Slurries.

Bestimmte Anwendungen verlangen das Produkt aber auch in trockener Form. Dies erfordert eine nachträgliche Trocknung oder eine komplette Trockenaufbereitung.



Dem Kaolin wird durch thermische Behandlung in Schacht- oder Rohröfen Wasser entzogen, wobei der Kaolinit bis knapp unterhalb der Schmelztemperatur – man spricht ausschließlich von kalziniertem Kaolin erhitzt wird. Unterschiedliche Brenntemperaturen erzielen spezielle Eigenschaften des Kaolins. So wird höher gebranntes Kaolin vorrangig in der Keramik, niedrig kalziniertes Kaolin als Füllstoff eingesetzt.

Kalzinierte Kaoline liegen im Gegensatz zu Rohkaolin nicht mehr im Primärkorn vor und müssen deshalb aufgemahlen werden.
Derartige Anlagen z.B. mit Kugelmühle und nachgeschaltetem Sichter, werden von Alpine nach Vorlage der Aufgabenstellung, Lösungsabklärung etc. ausgelegt und geliefert

Das Anlagenbeispiel zeigt eine gelieferte Anlage für die quarzfreie Aufbereitung von kalziniertem Kaolin. Die Auslegung basiert auf folgender Aufgabenstellung:

Produkt: kalziniertes Kaolin
Aufgabekorngröße: < 10 mm
Geforderte Endproduktfeinheit: 97% < 15 µm
Aufbereitung: eisenfrei



Aufbereitungsanlage SOK ATP Legende

1 = Aufgabesilo
2 = Dosierbandwaage
3 = Metallabscheider
4 = Mahlhilfsmittel
5 = Super-Orion-Kugelmühle
6 = Siebmaschine für Al2O3-Bruch
7 = Turboplex-Feinstsichter ATP
8 = Zellenschleuse
9 = autom. Rückblasfilter
10 = Taktschleuse
11 = Gebläse mit Schalldämpfer
12 = Endproduktsilo mit Austragshilfe
13 = Schaltschrank

A = Aufgabeprodukt
B = Mahlkörperbruch
C = Endprodukt


Die Anlage arbeitet im Absaugbetrieb. Um das Fließverhalten des Kreislaufgutes zu erhöhen, wird dem Aufgabegut ein Mahlhilfsmittel in flüssiger Form zugeführt.


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