Kaolin ist ein Kaliumsilikat
mit dem Hauptbestandteil Kaolinit. Die Entstehung
wird auf vor ca. 70 Millionen Jahren datiert. Es
ist hauptsächlich das Endprodukt
der Verwitterung von Granit und Feldspat.
Bei der technischen Anwendung unterscheidet man je
nach Verwendungszweck zwischen Rohkaolin
und kalziniertem Kaolin.
Rohkaolin wird, z.B. als Füllstoff
in der Papierindustrie oder zur Herstellung von Gebrauchs-
und techn. Keramiken verwendet. Vor der Verarbeitung
wird das Produkt von Verunreinigungen wie Quarz und
unzersetzten Feldspaten durch Schlämmung in Rührwerken,
Hydrozyklonen befreit. Zur Anwendung kommt der Rohkaolin
hauptsächlich in Form von Slurries.
Bestimmte Anwendungen verlangen
das Produkt aber auch in trockener Form. Dies erfordert
eine nachträgliche Trocknung oder eine komplette
Trockenaufbereitung.
Dem Kaolin wird durch thermische Behandlung in Schacht- oder
Rohröfen Wasser entzogen, wobei der Kaolinit bis knapp
unterhalb der Schmelztemperatur – man spricht ausschließlich
von kalziniertem Kaolin erhitzt wird. Unterschiedliche
Brenntemperaturen erzielen spezielle Eigenschaften des Kaolins.
So wird höher gebranntes Kaolin vorrangig in der Keramik,
niedrig kalziniertes Kaolin als Füllstoff eingesetzt.
Kalzinierte Kaoline liegen im Gegensatz zu Rohkaolin nicht
mehr im Primärkorn vor und müssen deshalb aufgemahlen
werden.
Derartige Anlagen z.B. mit Kugelmühle und nachgeschaltetem
Sichter, werden von Alpine nach Vorlage der Aufgabenstellung,
Lösungsabklärung etc. ausgelegt und geliefert
Das Anlagenbeispiel zeigt eine gelieferte Anlage für
die quarzfreie Aufbereitung von kalziniertem Kaolin. Die Auslegung
basiert auf folgender Aufgabenstellung:
A = Aufgabeprodukt
B = Mahlkörperbruch
C = Endprodukt
Die Anlage arbeitet im Absaugbetrieb. Um das Fließverhalten
des Kreislaufgutes zu erhöhen, wird dem Aufgabegut ein
Mahlhilfsmittel in flüssiger Form zugeführt.