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MECHANISCHE VERFAHRENSTECHNIK - Anwendungen - Mineralien - Gips

 

Aufbereitung von Gips

Eines der ältesten mineralischen Bindemittel ist der Gips. Naturgips ist als Sediment durch Ausfällung aus verdunstetem Meerwasser entstanden. Durch Brennen wird dem Rohgipsgestein chemisch gebundenes Wasser entzogen. Bei einer Brenntemperatur von 100 °C entsteht dann der sogenannte Bau- und Modellgips. Neben diesem Gips aus der Natur ist die Umwelttechnik ebenfalls Lieferant dieses Rohstoffs. So fällt bei der Rauchgasentschwefelung der Kohlekraftwerke im Kalkwaschverfahren, Gips an.


Anwendung findet der Gips:

im Baugewerbe als Gipskartonplatten, Bau- und Putzgips
in der feinkeramischen Industrie als Modell- und Formgips
in der Medizin und Pharmazie zum Gießen von Zahnersatz, für Gipsverbände etc.
in der Kunst für Modelle, Skulpturen etc.


Nachstehend eine Aufbereitungsanlage für Naturgips. Der Anlagenauslegung basiert auf folgenden Vorgaben:

Aufgabekorngröße: kleiner 2 mm bei einer Feuchte unter 0,8 %.
Geforderte Endproduktfeinheit: 97 % < 100 µm.
Endproduktleistung: ca. 800 - 1000 kg/h bei o.g. Feinheit.

Da bei Naturgips mit einem bestimmten Anteil von schleißenden Verunreinigungen zu rechnen ist, setzen wir für die Mahlung unsere Walzenschüsselmühle AWM ein. Der im Maschinenoberteil integrierte Micron-Sichter garantiert eine scharfe Oberkornbegrenzung.



Anlagenschema AWB

Legende

1 = Absperrschieber
2 = Umschaltklappe
3 = Zellenschleuse
4 = Walzenschüsselmühle AWM 400 mit Micron-Sichter MS
5 = autom. Rückblasfilter
6 = Gebläse mit Schalldämpfer
7 = Spülluftgebläse
8 = Hydraulikeinheit
9 = Schmierölversorgung
10 = Schaltschrank

A = Aufgabegut
B = Endprodukt



Bei einer Aufgabefeuchte größer 0,8 % bietet sich als Option die Mahltrocknung auf der AWM an. Hierbei wird das Produkt während der Mahlung auf eine Restfeuchte von 0,5 % getrocknet, wobei der erhitzte Sichtluftstrom genutzt wird. Dies erfolgt bei niedrigem Energieverbrauch, da die anfallende Wärmeenergie des Gebläses, der Mühle und des Sichters genutzt wird. Energieeinsparung bis zu 25 %!

Selbstverständlich eignet sich diese Anlage auch ohne Trocknung für die Aufbereitung anderer Gipsarten wie REA-Gips etc.

Um die Anwendungseigenschaften zu erweitern, bietet sich nach dem Kalzinieren eine Mahlung der reinen Gipsarten auf unserer Feinprallmühle UPZ an. Sollte in diesem Zusammenhang eine scharfe Oberkornbegrenzung gefordert sein, so ist der Mühle ein Feinsichter der MS-Baureihe nachzuschalten.


Foto 500 UPZ

Feinprallmühle UPZ
Foto Micron-Sichter MS4

Micron-Sichter MS

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