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MECHANISCHE VERFAHRENSTECHNIK - Anwendungen - Mineralien - Feinstzement

 
Feinstzement für Hochleistungsbindemittel
Die Zementindustrie spricht im allgemeinen von Produktmengen im Bereich von mehreren 1000 Tonnen pro Tag, doch bei Spezialitäten sind auch geringere Chargen wirtschaftlich interessant. So bringen Hochleistungsbindemittel auch bei kleinen Mengen einen hervorragenden Deckungsbeitrag im Vergleich zu Standardprodukten wie Portlandzement. Zur Herstellung dieser Hochleistungsbindemittel werden Hosokawa Alpine Feinstsichter eingesetzt. Diese Sichter arbeiten in einem Feingutleistungsbereich von ca. 2 bis 3 t pro Stunde bei Endfeinheiten d 11-15 µm bzw. d 7-8 µm.


Eigenschaften
Hochleistungsbindemittel sind gekennzeichnet durch eine spezielle Granulometrie, die in Kombination mit der Verarbeitung bei einem verringerten Wasser-/Bindemittelwert die Ausbildung eines sehr dichten und damit sehr festen Gefüges ermöglicht. Wesentliches Merkmal von Hochleistungsbindemittel sind die gezielten Zugaben von Feinststoffen zu Standardzementen. Diese Feinstzemente sind es, die durch Nachsichtung von Standardprodukten auf ALPINE Turboplex-Sichtern wie dem 315/3 ATP hergestellt werden.



Modellhafte Darstellung eines Hochleistungsbetons

1 = Standardzement
2 = Zuschlagkorn
3 = Feinstzement
4 = Wasser


Anwendungen
Aufgrund der geringen Teilchengröße erreichen derartige Suspensionen ein hervorragendes Penetrationsvermögen.
Dadurch können Porenräume, Fehlstellen und Risse im Bauwerk und im Baugrund zur Abdichtung und Verfestigung gefüllt werden, die mit konventionellen Zementen nicht erreicht werden. Daraus ergeben sich Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen
- Fertigteilindustrie
- Transportbeton für den Hochbau
- Geotechnik
- Bauwerkserhaltung

Foto Verschleißschutz


Anlagenbeispiel
Das Fließbild zeigt eine typische Anordnung der Sichtanlage. Es werden zwei Produkte z.B. Hüttensand und Zementklinker gemischt oder einzeln über eine Förderpneumatik dem Sichter zugeführt. Der Mehrradsichter trennt das Feinstprodukt ab und scheidet dies in einem automatischen Filter ab.

Legende

1 = Flachschieber
2 = Doppel-Zellenradschleuse
3 = Schieber
4 = Prallplattenwaage
5 = Zellenradschleuse
6 = Klappe
7 = Kugelhahn
8 = Förderpneumatik
9 = Drosselklappe
10 = Schalldämpfer
11 = Turboplex-Mehrradsichter ATP-GS
12 = autom. Rückblasfilter
13 = Gebläse
14 = Schaltschrank

A = Aufgabe Hüttensand
B = Aufgabe Zementklinker
C = Grobgut
D = Feingut (Endprodukt)



Verschleißschutz
Bei der Ausführung der Anlage wird mit verschleißfesten Materialien gearbeitet. So sind die Sichträder im Turboplex-Sichter in Voll-Aluminiumoxid ausgeführt und alle weiteren produktberührten Teile der Maschine mit Aluminiumoxid ausgekleidet. Entsprechende Vorkehrungen werden auch in den Rohrleitungen und dem Filter berücksichtigt.


Wartung
Der Sichter, einschließlich Zubehör, ist trotz der eingebauten Schleißteile äußerst wartungsfreundlich. So können z.B. die Sichträder über Montageschlitten problemlos zur Verschleißkontrolle oder Wechsel aus dem Sichtergehäuse herausgezogen werden.




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